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Romana Fürnkranz - Moissac Perspektiven entdecken in Moissac

DAS TOR ZU EINER ANDEREN WELT

 

 

 

Jedes Tor öffnet sich zu einem neuen Raum, jeder dieser Räume ist eine eigene – also nicht alltägliche! – Welt mit ihren eigenen Strukturen, Farben, Linien, Lichteinfällen, ihrer eigenen Atmosphäre, Ästhetik und Stimmung. Diese Individualität und das fokussierte, sensible Betrachten von Räumen und Architektur fasziniert mich immer wieder von Neuem. Die Kamera in Verbindung mit der anschließenden Bildbearbeitung erlaubt es mir, anderen die entdeckten Perspektiven, Schönheiten und Besonderheiten und somit mein Resümee einer konzentrierten Betrachtung zu zeigen: Ein Innehalten im besten Moment, abgehoben von den Unzulänglichkeiten des Alltags – ein Tor zu einer anderen Welt…

Ästhetik, Malerei, Zeichnung, Steinbildhauerei und kreative Gestaltung mit Stoffen, Pflanzen, Pflastersteinen und Pixeln sind neben der Fotografie in vielen Ausprägungen ein wesentlicher Teil meines Lebens. Einen kleinen Streifzug durch meine visuellen und kreativen Facetten bietet die Fotostrecke:

DIE MAGIE DER RÄUME

Von Kindesbeinen an war das Betreten neuer Räume ein ganz besonderer Moment für mich. Nicht das Spielzeug neuer Spielkameraden interessierte mich, sondern, wie sie daheim wohnten. Selbst in meinen Träumen spielen neue Räume eine Rolle, die sich plötzlich durch bisher verborgene Türen hinter den vertrauten Räumen öffnen.

Später wurden die Reisen weiter und die Räume größer, doch nach wie vor ist da dieser ungemein spannende Moment, wenn man durch ein Tor tritt und  von einer völlig neuen Raumstimmung  umflutet wird. Unvergesslich beeindruckend das Erlebnis des Pantheon, zumal mit dem Wissen, dass die Kunst des Kuppelbaus dieser Größenordnung nach diesem Wunderwerk der Architektur jahrhundertelang in Vergessenheit geraten würde.

Nicht weniger faszinierend als  die Raum-Erlebnisse  sakraler und weltlicher Baukunst der Antike, Romanik oder der Gotik ist das Erlebnis, architektonisch gelungene moderne Stadträume zu betreten. Atemberaubend etwa La Défense, aus der Unterwelt der Metro auftauchend, oder, ganz naheliegend,  das Ensemble des WU-Campus in Wien.

Nach dem beglückenden ersten Moment folgt die spannende Suche nach den besonderen Blickwinkeln, Einklängen und Perspektiven, die die Opulenz des Gebotenen ermöglicht. Und manchmal auch die Suche danach, in welchem Kontext sich der Mensch, für den all das geschaffen wurde, im Bild einbringen könnte.

Die Fotostrecke zeigt einige meiner Raumerlebnisse und -erfahrungen der letzten Jahre. Mal konstruierter und komponierter, mal als intuitive  Momentaufnahmen und emotionale Eindrücke…

 

 

VITA

Nach dem Abschluss des Universitätslehrgangs für Werbung & Verkauf an der Wirtschaftsuniversität Wien (akad.gepr.Werbekauffrau) sammelte ich als Account Executive einer Hietzinger Werbeagentur erste Shooting-Erfahrungen mit namhaften internationalen Modefotografen. Es folgte eine Karriere als Journalistin mit Schwerpunkt Wirtschaft, Mode und Feuilleton und schließlich langjährige Chefredakteurin des Textilfachmagazins MODETRENDS, wo ich zur Verkürzung der Abläufe und vor allem aus Freude an der Sache die grafische Magazingestaltung erlernte und übernahm. Nach einer Babypause (Adrian, 1991) eroberte ich neues Terrain in der spannenden Welt der Architektur und des Bauens, Schwerpunkt Betontechnologie, als freie PR-Autorin für die VÖZ (Vereinigung Österreichischer Zementindustrie). Ich bereitete u.a. die Markteinführung von SCC (Self Compacting Concrete) journalistisch auf und lernte die Welt der modernen Architektur und des Sichtbetons kennen.

2010 tat ich den längst fälligen Schritt und rückte vom Regiesessel neben der Kamera auf den Platz dahinter, nachdem ich das technische Know How erlernt hatte. Es folgte eine spannende und in vieler Hinsicht bereichernde Zeit als Redakteurin für vorher-nachher-LeserinnenStyling, wo ich in einer Person Visagistin, Stylistin, Fotografin und Texterin war. Vorher-Nachher-Fotos anzusehen begeistert viele – mich fasziniert daran, diesen Schritt der Veränderung zu bewirken, zu gestalten, umzusetzen. Auch meine Architekturfotografie ist im Wesentlichen „vorher-nachher“… Mehr dazu unter dem Menüpunkt POST PRODUCTION

2011 gründete ich die One-Woman-Werbeagentur PUBLIC FACE wo ich meine verschiedenen kreativen und werbewirtschaftlichen Facetten (Werbekonzept – Text – Grafik – Fotografie – Post Production) für die Gestaltung von Webseiten einsetze. 2013 wurde mein fotografischer „Blick“ für die Baukunst von einem Architekten „entdeckt“, der mir nicht nur die ersten Architekturfoto-Aufträge erteilte, sondern mich auch dazu ermutigte, meinem Drang nach Bereinigung und reduzierter, klarer Schönheit freien Lauf zu lassen. Eigentlich logisch: auch der Architekt will ein Foto von seiner Architektur, nicht von Stop-Tafeln, Bauzäunen, Telefonmasten, Betreten-Verboten-Schildern, Rauchmeldern, Graffiti… und was die Welt sich sonst noch einfallen lässt, um der Erhabenheit von schlichter Ästhetik in die Quere zu kommen. – In einem intensiven Lernprozess rüstete ich in der professionellen Bildbearbeitung für die hohen Anforderungen in der Architekturfotografie auf, und kann darüber hinaus mit extremer Geduld, Ehrgeiz und Mut zur nichtautomatisierten Bearbeitung punkten. Wenn man Hundeporträts in Millionen Strichen zeichnen kann, scheut man nicht davor zurück, auch Pixel per Hand zu bändigen. -Ohne, dass daneben die Zähluhr läuft…

Durch Mund-Zu-Mund-Propaganda kamen weitere spannende Projekte von renommierten Auftraggebern dazu und im Sommer 2016 diese Website, die meine spezielle Herangehensweise an das Architekturbild auch neuen Architektur- und Bauschaffenden zugänglich machen soll.

Update 12.10.2016

Ich freue mich über die Anerkennung meiner Arbeit durch die Jury des Berufsfotografen Awards 2016, die mir gestern Abend  im Rahmen einer großartigen Veranstaltung Rang 2 in der Sparte ARCHITEKTURFOTOGRAFIE zuerkannt hat.

Eine Glückstreffer für meine fotografische Sparte war es, dass der Vorsitzende der Jury mit Mag. Michael Fuchs (Sohn von Ernst Fuchs) Künstler und Architekt ist, dessen günstige Beurteilung meiner durchaus riskanten Auswahl für mich  einen ganz besonderen Stellenwert hat.  Es war meine erste Einsendung von Architekturfotos für einen Profi-Bewerb, und ich hatte ganz bewusst nicht meine spektakulärereren Fotos – etwa Nachtaufnahmen von vollbeleuchteten Gebäuden – ins Rennen geschickt, sondern einige dieser ruhigen und reduzierten Bilder, die dem gezeigten Ausschnitt von Architektur durch Blickwinkel und Komposition einen neuen Touch hinzufügen. – Ein Risiko, denn bei dieser Art Bild ruht man sich  als Fotograf nicht bloß auf den Leistungen und Lorbeeren des Architekten aus, sondern stellt das eigene Sehvermögen zur Diskussion.  Ich bin sehr dankbar dafür, dass dieser Mut zur eigenen Sicht bereits bei meiner ersten Teilnahme an einem derartigen Bewerb zu einem so erfreulichen Ergebnis geführt hat.

preisuebergabe